Kreativität öffnet neue Wege
Ein besonderer Workshop zur Körperwahrnehmung bei Dystonie mit Heidi Gehnke
Manchmal braucht es nicht viele Worte, sondern ein wenig Fantasie, Bewegung, Farbe und die Bereitschaft, sich auf etwas Neues einzulassen.
Genau diese Erfahrung durften wir bei unserem Kreativworkshop mit Heidi Gehnke machen. In herzlicher, vertrauensvoller Atmosphäre erlebten wir einen außergewöhnlichen Abend, der uns dazu einlud, unseren eigenen Körper aus einer anderen Perspektive wahrzunehmen.
Eine gedankliche Reise zu uns selbst
Zu Beginn führte uns Heidi Gehnke mit viel Einfühlungsvermögen in eine Vorstellungsübung. Jede und jeder durfte sich auf ein persönliches inneres Bild einlassen, das in diesem Augenblick entstand. Es ging darum, den Alltag für einen Moment hinter sich zu lassen und den eigenen Gedanken und Empfindungen Raum zu geben.
Welchen Teil unseres Körpers beachten wir zu wenig?
Anschließend lud uns ein kleines Bewegungsspiel dazu ein, genauer hinzuspüren: Welche Körperregionen nahmen wir wahr – und welche hatten wir während der Bewegung vielleicht ganz übersehen? Die Antworten waren so unterschiedlich wie die Menschen in unserer Runde. Gerade bei Dystonie kann die Beziehung zum eigenen Körper durch Beschwerden und Einschränkungen besonders herausfordernd sein.
Welchem Teil meines Körpers habe ich gerade zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt?
Aus Wahrnehmung wurde Kreativität
Nun wurde gestaltet! Mit Zeitungen, Klebeband, Wolle, Farben und weiteren Materialien sollten wir genau dem Körperteil eine Form geben, dem wir zuvor zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt hatten. Dabei gab es kein Richtig oder Falsch. Nicht die künstlerische Perfektion stand im Mittelpunkt, sondern die Möglichkeit, eigenen Empfindungen einen sichtbaren Ausdruck zu verleihen.
Dem eigenen Körper mehr Zuwendung schenken
Im anschließenden Austausch stellte jede und jeder das eigene Werk vor. Gemeinsam überlegten wir, wie wir diesem Körperteil künftig begegnen möchten: Wie können wir ihn bewusster wahrnehmen, besser annehmen und ihm mehr Aufmerksamkeit schenken? Diese Fragen eröffneten einen wertvollen Perspektivwechsel – weg von der ausschließlichen Betrachtung körperlicher Beschwerden, hin zu mehr Achtsamkeit und Wertschätzung.
Wie möchte ich diesem Teil meines Körpers künftig begegnen?
Ein Abend, der in Erinnerung bleibt
Heidi Gehnke begleitete uns hervorragend: ruhig, einfühlsam und mit großem Respekt für die persönlichen Erfahrungen aller Teilnehmenden. In der vertrauensvollen Atmosphäre konnten wir uns auf Neues einlassen und miteinander ins Gespräch kommen. Zum Abschied waren wir uns einig, dass dieser Workshop eine besondere Erfahrung war. Wir gingen mit vielen positiven Eindrücken und neuen Gedanken nach Hause.
Unser herzlicher Dank gilt Heidi Gehnke für diesen außergewöhnlich schönen und hervorragend angeleiteten Workshop – und allen Teilnehmenden für ihre Offenheit, ihr Vertrauen und ihre Kreativität.
Was wir mitnehmen: Unser Körper verdient nicht nur dann Aufmerksamkeit, wenn er Beschwerden verursacht. Er verdient sie jeden Tag – mit all seinen Möglichkeiten, Grenzen und Besonderheiten.




